WIRD DER 1. BEZIRK NUN ZUR BEGEGNUNGSZONE?

DAS PROJEKT KANN NUR DANN UMGESETZT WERDEN, WENN DER BUND DIE STRAßENGESETZVERORDNUNG (STVO) ÄNDERT…

Schon lange wird darüber geredet, ob der erste Wiener Bezirk „autofrei“ bzw. verkehrsberuhigt werden soll. Doch wie ist aktuell der Stand der Dinge? Klar ist: Für Anwohner und Unternehmer würde eine Verkehrsberuhigung satte 15.700 Einfahrten verhindern – pro Tag.

Ein Konzept für einen begrünten ersten Wiener Bezirk gibt es bereits. Demnach wäre eine Zufahrt in die Innere Stadt lediglich Bezirksbewohnern, Nutzern öffentlicher Garagen, Einsatzfahrzeugen, Wirtschaftstreibenden, Müllwägen und Taxis erlaubt. Die Wirtschaftskammer geht davon aus, dass mit dieser Maßnahme etwa vier Millionen Einfahrten pro Jahr eingespart werden könnten. Die Kontrolle über die Einfahrten würde durch ein kamerabasiertes Zufahrtsmanagement erfolgen. Dabei würden lediglich die Kennzeichen erfasst (wie etwa bei Radarboxen). Die Kennzeichen legaler Einfahrer werden sofort gelöscht. Einziger Schwachpunkt: Für den Einsatz einer kamerabasierten Kennzeichenerfassung müsste die Straßengesetzverordnung (StVO) geändert werden – und das ist Sache des Bundes. „Verkehrsberuhigung im innerstädtischen Bereich bringt allen Beteiligten etwas“, fordert WK-Wien Präsident Walter Ruck die Bundesregierung zum Handeln auf.

Innenstadt

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20.12.2023